Der aktuelle Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes zeichnet ein alarmierendes Bild: In Deutschland leben inzwischen 13,3 Millionen Menschen in Armut. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Familien mit Kindern und ältere Menschen. Die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft nimmt weiter zu.
Armut bedeutet für viele Familien weit mehr als ein geringes Einkommen. Sie zeigt sich im Alltag ganz konkret:
- Verzicht auf gesunde und ausgewogene Ernährung
- Sorgen um Heiz- und Energiekosten
- Fehlende finanzielle Möglichkeiten für Klassenfahrten, Vereinsangebote oder Freizeitaktivitäten
- Eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe
Besonders Kinder leiden unter den Folgen von Armut!
Fehlende Teilhabemöglichkeiten, Bildungsnachteile und soziale Ausgrenzung können ihre Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Die Auswirkungen reichen oft weit über die Kindheit hinaus und prägen den weiteren Lebensweg.
Mit Sorge beobachten wir die aktuellen Diskussionen über Kürzungen bei wichtigen sozialen Leistungen. Gerade Familien, Kinder und Jugendliche benötigen in herausfordernden Zeiten verlässliche Unterstützung und soziale Sicherheit. Einsparungen bei Hilfsangeboten verschärfen bestehende Probleme, anstatt sie zu lösen.
Als Kinderschutzbund erleben wir täglich, wie belastend finanzielle Sorgen für Familien sein können. Kinder brauchen faire Chancen, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Bildung, Gesundheit, soziale Teilhabe und Zukunftsperspektiven dürfen nicht vom Geldbeutel der Familie abhängen.
Der Paritätische Gesamtverband weist deshalb zu Recht darauf hin, dass ein weiterer Abbau sozialer Sicherungssysteme die gesellschaftliche Krise vertiefen würde. Stattdessen braucht es gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und zur Stärkung von Familien.
Kinderarmut ist kein individuelles Versagen. Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe.
Weitere Informationen zum Armutsbericht 2026 finden Sie beim Paritätischen Gesamtverband.
