Mit rund 18 Mitgliedern und 32 Gästen sowie einer starken inhaltlichen Botschaft fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu e.V. erstmals in der Aula der Grundschule Lindenberg statt. Der Wechsel des Veranstaltungsortes war notwendig geworden, da der eigene Seminarraum den wachsenden Anforderungen längst nicht mehr gerecht wird und zeigte zugleich: Das Interesse an der Arbeit des Kinderschutzbundes ist groß.
Unter den Teilnehmenden waren neben vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunalpolitik. Ihre Anwesenheit unterstreicht, was an diesem Abend mehrfach betont wurde: Kinderrechte müssen bei allen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen konsequent mitgedacht werden.
Die erste Vorsitzende eröffnete die Versammlung und führte durch den Abend. Die Geschäftsleitung gab einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältige Arbeit des Vereins und scheute dabei nicht, auch auf bestehende Missstände hinzuweisen. Besonders im Fokus stand die Situation vieler Kinder, die von Armut betroffen sind. Denn Kinderarmut bedeutet weit mehr als fehlende materielle Mittel: Sie raubt Kindern Chancen, Teilhabe, Sicherheit und Würde. In Deutschland ist jedes fünfte Kind davon betroffen.
Ein zentrales Anliegen des Kinderschutzbundes ist es daher, nicht nur konkrete Unterstützung anzubieten, sondern auch gesellschaftlich und politisch wirksam zu werden. Denn: Wie wir heute mit Kindern umgehen, prägt die Gesellschaft von morgen.
So wurde im Laufe des Abends deutlich, dass die Arbeit des Kinderschutzbundes weit über einzelne Projekte hinausgeht. Sie ist ein Beitrag zu einer demokratischen, gerechten und menschenwürdigen Zukunft. Oder, wie es in einem der vorgestellten Zitate heißt:
„Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“
Auch der Kassenbericht bestätigte die solide Grundlage des Vereins, machte jedoch zugleich deutlich, dass diese Arbeit nur durch Spenden und das große Engagement vieler Ehrenamtlicher möglich ist. Zahlreiche kreative und motivierte Menschen bringen sich im Kinderschutzbund ein und tragen dazu bei, dass Kinder und Familien in der Region Unterstützung und Perspektiven erhalten.
Mit Blick auf die kommenden Jahre wurden weitere wichtige Projekte angekündigt, darunter das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2027, Kinderschutztage sowie Kooperationen und Bildungsangebote, die Kinderrechte nachhaltig im Alltag von Schulen und Einrichtungen verankern sollen.
Die Jahreshauptversammlung zeigte eindrucksvoll:
Der Kinderschutzbund Lindenberg/Westallgäu ist ein Ort der Unterstützung und eine starke Stimme für Kinder. Eine Stimme, die daran erinnert, dass jede Entscheidung von Erwachsenen Auswirkungen hat. Und dass es unsere gemeinsame Verantwortung ist, Kindern eine Zukunft zu ermöglichen, in der sie sicher, gerecht und mit Würde aufwachsen können.


